Konzeptlosigkeit im K-Hole - Trip mit 200mg S-Ketamin

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Am Freitag begab es sich wieder einmal, dass ich an S-Ketamin rangekommen bin. Ich hatte direkt Lust auf eine K-Hole Erfahrung und wog mir 200mg davon ab.
Aus dem Pulver machte ich mir 4 Lines zu je 50mg auf einer CD-Schachtel.
Im Hintergrund machte ich für die Phase des Hochkommens das Video von Max vom Hyperraumkanal an, in dem er beschreibt wie sich ein K-Hole anfühlt. Dieser Tripbericht von ihm ist so genial
und man kann sich während sich die Wirkung aufbaut, richtig hineinfühlen und selber darin zu erkennen. Das mache ich schon seit 10 Jahren so, dass ich immer bei Ketamin in der Phase
des Hochkommens dieses Video im Hintergrund höre. Die Länge passt auch genau, da es 30 Minuten dauert, danach ist die Wirkung so ausgeprägt das man komplett weg ist.
Ich persönlich mache es bei Ketamin immer so, dass ich nicht die ganze K-Hole Dosis auf einmal ziehe, sondern mich hochtaste und mir zwischen den einzelnen Lines Pause lasse, so hat
man nämlich wesentlich mehr davon und die Erfahrung dauert länger.

Nachdem ich die erste Line gezogen hatte, lies die Wirkung nicht lange auf sich warten. Schon nach 5 Minuten stellte sich eine Wirkung ein, die Alkohol nicht unähnlich war.
Es fühlte sich etwa so an wie 6-8 Bier. Man spürt eine sehr deutliche Berauschung, jedoch ist diese Wirkung beinahe noch alltagstauglich.
Dieses Level von Berauschung ist richtig gut geniessbar und fühlt sich vorzüglich und fluffig an. Ich saß ähnlich wie bei Alkohol da und genoss es mich mit den Schilderungen aus
diesem Video berieseln zu lassen. Bei genauem hineinspüren merkte ich aber, dass es faktisch natürlich nicht Alkohol ist sondern Ketamin, aber in der Phase des Hochkommens sind sich
die beiden nicht ganz unähnlich.

Nach 15 Minuten stand ich dann auf und ging rüber zu dem Regal mit der CD-Schachtel um die 2. Line zu ziehen. Ich setzte mich rasch wieder zurück auf dem Tripstuhl und merkte wie
die Wirkung nun schlagartig immer extremer wird. Nun hatte es nichts mehr mit Alkohol zu tun, sondern ging in eine ganz andere und sehr stark dissoziative Richtung. Ab jetzt wird es
immer unmöglicher Worte dafür zu finden. Wenn man auf ein K-Hole zusteuert ist das im weitesten Sinne so, wie wenn man auf einen Durchbruch zusteuert, nur kommplett anders oder auch
gegenteilig, ohne das man es aber näher in Worte verbalisieren könnte. Wenn ein Durchbruch mit 5-MeO-DMT der Südpol ist, dann ist Ketamin der Nordpol. Beides ist maximal vom Äquator,
der in diesem Fall den Alltag repräsentiert, entfernt, nur auf der gegenüberliegenden Seite. Auffällig ist das das Szenario von Ketamin auch von einem Summton durchzogen ist, wie man es
von DMT kennt, nur ist auch dieser Summton invers und dissoziativ, etwa so als wäre er mit einem Audio-Programm irgendwie invertiert worden, zu einem surrealen Brummen, aber selbst das
ist kaum in Worte zu fassen. Visuell zeigten sich nun alle möglichen Gedankenbilder aus dem Alltag die in die Länge gezogen wurden und vorbei zogen. Ich bekam immer mehr ein Gefühl dafür
das ich selber, oder besser gesagt alles Sein, welches in gewisser Weise ich bin, in eine Singularität hinein gesaugt wird wie in eine Schwarzes Loch. Die Gedankenbilder waren erfüllt
mit einem surreal warmen orange oder rot das abwechselnd mit einem weissen Nebel überzogen wurde.
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Nun stand ich auf um die 3. Line zu ziehen. Jetzt merkte ich auch die starke Veränderung der Motorik. Bei Ketamin ist es bei mir immer so, dass ich das linke Bein vorne habe und das
rechte hinterher ziehe. So "ging" ich zu dem Regal rüber auf die die CD-Schachtel lag. Die Umgebung wirkte als wäre sie 100 Meter von mir entfernt. Etwa so, als würde man bei einem
Fernglas von der anderen Seite hindurch blicken. Völlig surreal zog ich die 3. Line und bewegte mich rasch wieder auf den Trip-Stuhl zurück. Nun fiel mir auch immer mehr die stark
schmerzstillende Wirkung von Ketamin auf. Ich habe auch an ein paar Stellen im Körper chronische Schmerzen oder Missempfindungen, aber das war wie weg geblasen. Ich konnte das Konzept
von Schmerzen nicht mehr verstehen, so wie ich auch immer weniger das Konzept von Realität und vom Begriff "Ich" verstehen konnte. Auch die Bedeutung des Wortes "Konzept" entglitt mir
immer mehr. Tief im Hinterkopf wusste ich noch das ich ein Mensch bin der gerade eine Droge konsumiert. Dabei fiel mir ein, dass es Menschen gibt, die unter einer schweren chronischen
Schmerzerkrankung leiden, die bis heute nicht adäquat behandelbar ist. Meiner Meinung nach ist es einen Versuch wert, Ketamin oder Derivate von Ketamin zu benutzen um im Gehirn im Schmerzgedächtnis
eine Art Reset durchzuführen, etwa so, als würde man einen Computer neu starten um den Arbeitsspeicher zu leeren. Auf diese Weise könnte ich mir vorstellen, dass Schmerzen oder auch andere
Formen von chronischen Missempfindungen sozusagen überschrieben werden können, was die Lebensqualität erheblich verbessern könnte. Ich kann in rationaler Weise den genauen pharmakologischen
Hintergrund der zu diesem Effekt führt nicht in Worte fassen, weil ich zu diesem Zeitpunkt selber kaum noch wusste das ich ein Mensch bin, jedoch erschien mir die Schlussfolgerung,
Ketamin auf diese Weise medizinisch zu nutzen, in diesem Moment sehr plausibel.

Ich machte mich nun daran die 4. Line zu ziehen. Daran kann ich mich nur noch bruchstückhaft erinnern, weil allmählich auch Amnesie einzusetzen begann. Ich wankte zu dem Regal mit
der CD-Schachtel rüber und überlegte wer ich bin und was ich überhaupt mache. Als alter Drogenfanatiker wurde mir schnell klar, hier liegt ein Röhrchen, da eine Line, die muss ich nun
in meine Nase befördern, ohne mit Worten noch benennen zu können was der Sinn dahinter ist, aber das ist bei mir ein Urinstinkt den ich immer hin bekomme. Nachdem ich die Line gezogen hatte
und wieder auf meinen Trip-Stuhl zurück gewankt war, wie auf einem schwankenden Boot am Meer, war ich Minuten später im K-Hole.

Ab jetzt ist es praktisch unmöglich, noch etwas konkretes dazu zu sagen. Ein K-Hole fühlt sich an wie eine Mischung aus einem DMT-Durchbruch und einer Vollnarkose.
Ich war für etwa 45 Minuten komplett weg.
Was ich noch weiß ist, dass ich mich in einer Singularität befand aus rotem Ton und weissem Nichts.
Begleitet wurde dieses Gefühl auch von haptischen Gefühlseindrücken. Ich hatte den Eindruck so etwas wie ein Pendel schwingt durch meine Psyche, oder vielmehr durch das gesamte Sein
hindurch und zerteilt es auf diese Weise. Durch dieses Zerteilen der Realität wurde die dissoziative Komponente immer ausgeprägter.
Plötzlich bekam ich ein Gefühl dafür, das ist eigentlich ein alter Röhrenfernseher bin, der ausserhalb des Universums steht. Der Röhrenfernseher symbolisierte dabei die sehr
niedrige "Konfigurationsstufe" auf die das Gehirn bei einem Ketamin-Reset zurückgesetzt wird. Das Konzept von Ich wurde noch immer schwammiger und das Ich begann sich in Artefakte
zu verwandeln, für die es keine Worte gibt. Minutenlang war es für mich das Normalste so etwas wie ein Energiestrahl zu sein, der Senkrecht in die Unendlichkeit hinunter geht.
Ich war Nichts in der Unendlichkheit und hatte das Gefühl, ich könnte eigentlich alles Sein. Nur in diesem irdischen Leben hier, bin ich aus irgend einem Grund ein Mensch.
Jetzt bin ich wieder zurückgesetzt zu so etwas wie einer Wiedergeburt, bei der das Ich in jedes Objekt "hinein fahren" könnte.
Teilweise zogen Szenen durch mein Bewusstsein, die mich stark an die Schilderungen von Nahtoderfahrungen erinnerten. Ich sah mich teilweise selber von aussen, wie ich am Tripstuhl
saß und sah über mir ein weisses Licht aus unendlicher Liebe. Das fühlte sich an wie eine kosmische Lebensversicherung, die einem die Gewissheit gibt, das man sich final über nichts
Sorgen machen muss. Gleichzeitig wusste ich nicht das ich ein Mensch bin, aber dieses Gefühl war so einprägsam das ich es mitnahm.
Teilweise ist mir noch in Erinnerung das ich auch das Gefühl von "Schälungen" hatte, wie man es von Salvia kennt. Alle Aspekte meines Selbst wurde von mir herunter gezogen wie eine Tapete
oder wie eine Kartoffel die geschält wird. Dabei wurde immer mehr das von mir entfernt, was ich im Alltag glaube, was ich bin.
Die Frage die sich stellt ist: Wer bin ich wenn alles ich von mir entfernt wurde? Und wer bin ich wenn ich alles sein könnte?
Ich hatte das Gefühl, dass Ich (was immer auch "Ich" in dem Moment überhaupt sein soll) ausserhalb vom Universum stand und alles sein könnte.
Es fühlte sich an als würde man bei einer Tür raus gehen, dann wieder eine Tür rausgehen usw. bis man mit jeder Tür immer weiter von der Realität entfernt ist.
Irgendwann steht man irgendwo und wundert sich wo man ist, gleichzeitig ist es egal, weil nichts mehr real ist.
In dieser Art gingen stark dissoziative Empfindungen noch weiter, bis ich nach etwa 45 Minuten dann relativ rasch wieder zurück kam.

Ich blieb noch eine halbe Stunde sitzen bis ich mir sicher war, dass ich halbwegs gelandet bin.
Dann ging ich rauchen hinaus. Ich war noch dissoziativ verballert, was durch den Nikotinflash nochmal verstärkt wurde.
Als ich wieder rein gegangen war, drehte ich nochmal um und ging nochmal raus, um nachzusehen, ob ich jetzt eh nicht noch draussen stehe.
Durch diese dissoziativen Nachwirkungen war ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt ich bin.
Dann fiel ich ins Bett und schlief rasch ein.

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